Der Berufseinstieg – zwischen Anspruch, Realität und Entwicklung

Ob mit frischer Approbation oder bereits ersten Berufsjahren: Viele Herausforderungen zeigen sich nicht im Lehrbuch, sondern im konkreten therapeutischen Alltag. Fragen nach Rollenklarheit, Selbstfürsorge, Wirksamkeit und professioneller Haltung treten oft früh und intensiv auf.

Regine Weidlich begleitet Sie empathisch und strukturiert bei genau diesen Themen – praxisnah, wertschätzend und mit langjähriger Erfahrung.

Mein Angebot umfasst:

  • Individuelle Coachingsitzungen

  • Kollegiale Prozessbegleitung

  • Arbeit an beruflicher Identität & Selbstfürsorge

  • Entwicklung einer authentischen, ressourcenorientierten therapeutischen Haltung

👉 Schreiben Sie mir gerne eine kurze, unverbindliche Nachricht mit Ihrem Anliegen.

Impulse für Berufsanfänger:innen in der Psychotherapie

Der Einstieg in den psychotherapeutischen Beruf ist fachlich anspruchsvoll, emotional fordernd und zugleich voller Entwicklungspotenzial. Nach Jahren intensiver Ausbildung treffen frisch approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auf komplexe klinische Realitäten, hohe Eigenansprüche und neue berufliche Rollen.

Dieses Angebot richtet sich an Berufsanfänger:innen, die sich professionelle Reflexion, Begleitung und praxisnahe Unterstützung in dieser sensiblen Phase wünschen.

Frühe Wirksamkeit und therapeutische Selbstwirksamkeit

Viele Patient:innen erleben – abhängig von Ausgangslage und Problematik – bereits in den ersten 5–15 Sitzungen spürbare Entlastung und erste Stabilisierung. Forschung zeigt konsistent: Eine frühe positive Response ist einer der stärksten Prädiktoren für einen guten Therapieverlauf.

Für Therapeut:innen bedeutet dies:

  • mehr berufliche Selbstwirksamkeit

  • höhere Motivation

  • geringeres Erschöpfungsrisiko

Im Coaching vermittle ich konkrete Strategien, die frühe Stabilisierung systematisch unterstützen, u. a.:

  • präzise Allianzgestaltung

  • gezielte Ressourcenaktivierung

  • dosierte Konfrontation

  • kontinuierliches Feedback

Diese Techniken stärken nicht nur Ihre Patient:innen, sondern auch Ihre eigene berufliche Zufriedenheit.

Praxisbeispiel: Der Patient redet pausenlos

Ununterbrochenes Sprechen kann Nervositätsregulation sein – oder eine unbewusste Kontrollstrategie zur Vermeidung von Stille und Konfrontation.

Im Coaching lernen Sie:

  • funktionale Bedeutung zu differenzieren

  • metakommunikativ und wertschätzend zu intervenieren

  • Struktur zu geben, ohne die Allianz zu gefährden

So wird ein potenziell blockierendes Verhalten zu einem therapeutischen Hebel.

Praxisbeispiel: Ungehemmte Schilderung schwerer Traumata

Die erste Begegnung mit schweren Traumainhalten kann emotional überwältigend sein – gerade wenn Patient:innen selbst dissoziativ oder distanziert berichten.

Im Coaching thematisieren wir:

  • sekundäre Traumatisierung

  • Gegenübertragung

  • sichere Strukturierung traumatischer Inhalte

  • Selbstfürsorge als professionelle Kompetenz

Souveränität entsteht nicht durch Abhärtung, sondern durch reflektierte Professionalität.

Zentrale Herausforderung: Beziehungs- und Interaktionssteuerung

  • Die therapeutische Beziehung ist einer der zentralen Wirkfaktoren jeder Psychotherapie. Gerade in den ersten Berufsjahren zeigt sich, dass intuitive Beziehungsgestaltung allein häufig nicht ausreicht.

    Professionelle Entwicklung bedeutet, den eigenen Interaktionsstil situations-, personen- und kontextsensibel zu modulieren – insbesondere in Bezug auf:

    • Direktheit vs. Zurückhaltung

    • Nähe-Distanz-Regulation

    • Konfrontation & Grenzsetzung

    • Affektive Stabilisierung

    Diese Fähigkeit entwickelt sich nicht „von selbst“, sondern durch bewusste Reflexion und Erfahrung.

Praxisbeispiel: Der Patient schweigt lange

Schweigen kann tiefenverarbeitend oder hochbelastend sein – für beide Seiten.

Berufsanfänger:innen profitieren davon zu lernen:

  • wann Schweigen haltend ist

  • wann es Ausdruck von Unsicherheit oder Scham ist

  • wie eigene Gegenübertragung reflektiert wird

Mit Erfahrung wird Schweigen vom „aushalten müssen“ zu einem bewussten therapeutischen Instrument.

Perfektionismus und Impostor-Gefühle im Berufseinstieg

Viele junge Psychotherapeut:innen leiden unter hohem inneren Druck:

  • Jede Sitzung muss „gut“ sein

  • Stagnation wird personalisiert

  • Erfolge werden relativiert

Langfristig führt dies zu Erschöpfung, Selbstzweifeln und im schlimmsten Fall zum Rückzug aus dem Beruf.

Ziel der Begleitung ist:

  • Entwicklung von Selbstmitgefühl

  • realistische professionelle Maßstäbe

  • Akzeptanz des „gut genug“

  • langfristige berufliche Stabilität

Für wen dieses Angebot geeignet ist

Dieses Angebot richtet sich an:

  • Berufsanfänger:innen in der Psychotherapie

  • Psychotherapeut:innen in den ersten Berufsjahren

  • Kolleg:innen mit Reflexions- und Supervisionsbedarf

  • Therapeut:innen, die langfristig gesund im Beruf bleiben wollen